Architektur

Ressourceneffizientes Design

In insgesamt 2 Bauphasen sollte das ehemalige Werksgelände der Firma Scherer & Trier
mit einer Gesamtfläche von 4.000 m² zum Energiepark Hirschaid, einem ganz besonderen
und nachhaltigen Veranstaltungsort entwickelt werden.

Bauphase 1 (2012/2013)

Umbau des ehemaligen Silo-Traktes, Sozialbereich, inkl. Außenanlagen und Eingang
zum Konferenzzentrum.

Bauphase 2 (2013/2014)

Umbau und Fassadengestaltung der ehemaligen Werkshalle zur vollständigen Nutzung
als Event und Veranstaltungshalle.

Die Materialien

Für die geplanten Umbaumaßnahmen wurde auch bei der Auswahl und Festlegung der
Materialkonzepte ganz gezielt auf die Verwendung von nachhaltigen Systemen und
ökologischen Werkstoffen Wert gelegt. Auch das Gestaltungskonzept der Innenarchitektur
sowie die Auswahl der Möbel wurden mit nachhaltigen Werkstoffen stimmig, innovativ und
neuartig auf das Gesamtkonzept ausgerichtet.

Um dieses anspruchsvolle Vorhaben realisieren zu können, wurden auch das Partnernetzwerk
von Architekten, Planern und Technologiepartnerauf eine vorhandene Nachhaltigkeit gemäß dem
eigenen definierten Nachhaltigkeitskodex geprüft.

Der Energiepark Hirschaid selbst verfolgt eine umfangreiche und individuelle Nachhaltigkeits-
strategie welche beim Thema  Architektur in enger Zusammenarbeit mit dem österreichischen
Architekten Scheicher aus Adnet, bei Salzburg realisiert werden konnte.

 
Zusammenarbeit mit Architekten Scheicher

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der österreichische Architekt Herr Georg Scheicher mit
nachhaltiger Architektur und hat bereits in seiner Studienzeit an der Domus Academy in Mailand
die Erkenntnis erlangt, dass das Gestalten neben der Funktionalität und Form auch ressourcen-
effizient sein muss – „form follows sustainability“.

Mit Sinnesgenossen wie Thierry Kazazian, Niels Peter Flint und anderen hat Georg Scheicher auch O2 ins Leben gerufen, dass heute eine der wichtigsten Diskussionsplattformen für ressourceneffizientes Design mit mittlerweile ca. 80 Niederlassungen weltweit darstellt.

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative klima:aktiv vergab das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft bereits im Jahr 2006 an Herrn Georg Scheicher erstmals den österreichischen Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit.

Wir freuen uns sehr bereits seit vielen Jahren mit Herrn Scheicher erfolgreich zusammenarbeiten zu dürfen und danken ihn für sein Engagement und seine tatkräftige Unterstützung bei unserem Projekt Energiepark Hirschaid.

Weitere Informationen zum Architekt Scheicher finden Sie hier

 
Zusammenarbeit mit Architekturbüro Paptistella

Das Architekturbüro Paptistella ist seit dem Jahr 2000 in der Marktgemeinde Hirschaid mit mittlerweile 10 Mitarbeitern angesiedelt. Architekt Stefan Paptistella als Gründer und geschäftsführende Gesellschafter hat mit seinem Team insb. bei der Entwicklung von kommunalen Projekten und energetischen Sanierungen viele Erfahrungen und Know-How aufgebaut.

Im Rahmen der Konzeption Energiepark Hirschaid musste neben der Problematik der Umnutzung des Gebäudes von einem Fabrikgebäude zu einer Versammlungsstätte vor allem auf die verbesserte Integration in das Ortszentrum Wert gelegt werden. Vor diesem Hintergrund musste die Fassadengestaltung, die Anbindung zum gegenüberliegenden Gemeindepark sowie die zukunftsorientierte Wegführung und Parkplatzgestaltung in Verbindung mit dem Bahnhof gelöst werden.

Eine besondere Herausforderung stellte sicherlich die energetische Sanierung der ehemaligen Industriebrache dar. Durch eine detaillierte Bewertung der Bestandssituation konnte ein sehr guter Kompromiss zwischen Bestandsbewahrung sowie Bauteilertüchtigung gefunden werden, um letztendlich ein echtes EU Green-Building zu erstellen. Eine zusätzliche Problematik bestand darin, die Anforderungen aus der Versammlungsstättenrichtlinie im Gebäudebestand in Abstimmung mit den Behörden sinnvoll und praktikabel umzusetzen.

Mit dem Energiepark Hirschaid wurde somit nicht nur ein neuartiger Weg beschritten, große Bestandsgebäude mit energetischen Konzepten zukunftsfähig zu machen, es ist vor allem gelungen, den Ortskern durch die Integration von Gemeindepark und Energiepark deutlich funktional und optisch aufzuwerten und auch der Öffentlichkeit durch den neuen Charakter als Demo- und Informationszentrum aber auch als Versammlungsort zugänglich zu machen.

Weitere Informationen über die Arbeit von Stefan Paptistella erhalten Sie hier